English / Deutsch


Katalog Portfolio 2017

Mehr Informationen:

Lipasen

Lipasen (EC 3.1.1.3) katalysieren die Hydrolyse von wasserunlöslichen Estern und Triglyceriden wie z.B. Triolein zu Diolein. Außerdem katalysieren sie die Hydrolyse einer breiten Palette von natürlichen und unnatürlichen Estern unter Beibehaltung einer hohen Enantio- und Regioselektivität. Sie erfordern keine Cofaktoren und sind auch in einem Reaktionsgemisch, welches organische Lösungsmittel in hohen Konzentratioen enthält, stabil und aktiv. Die Kombination ihres breiten Substratspektrums und ihrer hohen Selektivität macht Lipasen zu einem idealen Katalysatoren für die organische Synthese.

Chemiker verwenden lipasekatalysierte Biotransformationen, um enantiomerenreine Pharmaka oder synthetische Zwischenprodukte herzustellen, Intermediate selektiv zu schützen und zu entschützen sowie für weitere spezialisierte Anwendungen. Neben hoher Selektivität und sehr breitem Substratspektrum ist ein weiterer Vorteil von Lipasen in der Synthese, dass sie effizient wasserunlösliche Substrate umsetzen. Sie sind in wässrigen, biphasischen und rein organischen Systemen anwendbar.

Beispiele für sehr gut beschrieben Lipase-katalysierte Reaktionen sind Hydrolysen, Veresterungen und Aminolysen, in welchen Wasser als natürliches Nucleophil von einem Alkohol, Hydroperoxid oder Amin ersetzt wird. Aufgrund des großen Bedarfes von organischen Estern in der Biotechnologie und der chemischen Industrie gehören Lipase-katalysierte Veresterungen zu den gegenwärtig wichtigsten Prozessen der Biotechnologie.

Die Abbildung zeigt die allgemeinen Reaktionschemen für die Lipasen katalysierte Reaktionen: (a) Hydrolyse oder Veresterung, (b) Umesterung, (c) Aminolyse

Lipasen katalysierte Reaktionen: (a) Hydrolyse oder Veresterung, (b) Umesterung, (c) Aminolyse